Erklärvideo - Alles in kürzester Zeit erklärt

In einer immer komplexer werdenden Welt ist die Nachfrage nach einfachen Erklärungen groß. Genau diesen Zweck erfüllt das Erklärvideo. Aber was steckt hinter dem Kurzfilm? Was unterscheidet den Realfilm und den Flat Motion Erklärfilm? Worauf kommt es bei einem Erklärvideo an? Wir erklären es Dir und verraten Dir, wie Du selbst zum Moderator im Erklärfilm wirst.

Was ist ein Erklärvideo?

Bei Erklärvideos handelt es sich um Kurzfilme, die auf einfache Weise erklären, wie etwas funktioniert. Typisch für einen solchen Erklärfilm ist, dass selbst komplexe Inhalte abstrahiert und anhand simpler Beispiele für ein breites Publikum erklärt werden. Ein solcher Kurzfilm hat eine Länge von 1 bis 3 Minuten, um die Aufmerksamkeitsspanne der Zuseher so gut wie möglich auszunutzen.
Klassischerweise behandelt der Kurzfilm ein Thema oder eine Problemstellung nicht vollständig bis ins Detail. Vielmehr werden die relevanten Punkte eines Themas im Kern angesprochen, wodurch weiteres Interesse geweckt bzw. eine Lösung für ein Problem aufgezeigt wird. Thematisch können sich die Erklärvideos ebenso sehr unterscheiden wie in ihrem gestalterischen Aufmachen.
Möglich ist hier neben dem Flat Motion Design im Comic-Stil auch die Umsetzung als Realfilm mit Moderator. Immer beliebter werden auch hybride Produktionen. Diese vermischen die digitale Darstellung über Flat Motion und 3D-Elemente mit den Erläuterungen durch einen Moderator.

Wie ist ein Erklärvideo aufgebaut?

Anders als ein Tutorial- oder How-to-Video liegt der Fokus des Erklärvideos nicht auf der emotionslosen Detailerklärung eines Sachverhalts. Vielmehr folgt der Erklärfilm einem festen dramaturgischen Ablauf, wobei das Storytelling ein wesentliches Element ist. Wie ein roter Faden zieht sich zudem eine einfache Sprache möglichst ohne Fremdwörter durch das gesamte Video. Der gesamte Aufbau dient dazu, den Zuschauer aus seinem Lebensalltag abzuholen und den Kontext dort hinein einzuordnen. Typischerweise greift bei jedem Kurzfilm ein fünfstufiges Schema:

1. Darstellung des Problems: Zu Beginn des Videos wird das Problem in einer typischen Alltagssituation der Zielgruppe beschrieben. Schwierigkeiten, Sorgen und das Versagen bisheriger Lösungsansätze spielen hier eine große Rolle.
2. Aufzeigen des Lösungsansatzes: In Phase zwei wird die Lösung für das Problem präsentiert. Typisch für ein Erklärvideo wird die Lösung auf die notwendigsten Kernpunkte reduziert, häufig sogar auf einen Satz komprimiert.
3. Erklären der Funktionsweise: Im nächsten Schritt wird der Lösungsansatz in seiner grundsätzlichen Funktionsweise in all seinen Schritten erläutert. Sowohl bei animierten Flat Motion Filmen als auch bei einem Realfilm arbeitet man mit Charakteren, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann.
4. Zusammenfassung: Typisch für die vorletzte Phase ist eine Verbindung zum einleitenden Problem. So wird der Weg von der Ausgangslage bis zur Problemlösung nochmals verdeutlicht.
5. Call to Action: Am Schluss jedes Erklärvideos steht eine konkrete Handlungsaufforderung an die Zielgruppe, sich über ein bestimmtes Produkt zu informieren, etwas herunterzuladen oder eine Website zu besuchen.

Wo kommen Erklärvideos zum Einsatz?

Der Einsatzbereich für Erklärfilme ist groß, denn mittlerweile geht der Trend bei der kompakten Informationsübermittlung zum Bewegtbild. Im Fokus steht dabei der Einsatz zur klassischen Marktkommunikation von Unternehmen, im Zuge derer Produkte, Dienstleistungen und Prozesse vorgestellt werden. Aber auch Produktfilme, Imagefilme, Unterweisungsfilme oder E-Learnings werden mittlerweile in Form von Erklärvideos umgesetzt.

Wie erstellt man ein Erklärvideo?

Das Erstellen von einem Erklärvideo ist ein mehrstufiger Prozess. An dessen Anfang steht eine umfassende Beratung bezüglich der Inhalte und des grundsätzlichen Video-Designs wie z.B. die Entscheidung zwischen Flat Motion und Realfilm. Anschließend werden Storyboard, Sprechertext und Grafiken ausgearbeitet. Im nächsten Schritt kommst Du ins Spiel, denn jedes Erklärvideo braucht einen Moderator der im Realfilm auftritt oder zumindest einen Sprecher für den Flat Motion Kurzfilm. Sind Bild und Ton aufgezeichnet, werden sie mit den ausgearbeiteten Grafiken und einer passenden Hintergrundmusik zu einem fertigen Erklärfilm.



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