TFP Shooting - Was das "time for prints"-Format ausmacht

Auch im Modelbereich gibt es immer wieder neue Abrechnungsformate, die vom klassischen "Buchung gegen Gage"-Prinzip abweichen. In diesem Zusammenhang hast Du vielleicht auch schon einmal etwas von TFP-Shootings gehört. Wir erklären Dir, worum es sich bei TFP-Fotografie handelt, was ein TFP Shooting vom klassischem Fotoshooting unterscheidet und was du als Model vor dem Treffen mit dem TFP-Fotografen und zum Umgang mit deinen Fotos wissen muss.

TFP-Basis-Wissen: Was bedeutet TFP-Fotografie?

Die Bedeutung hinter der Abkürzung "TFP" ist leicht erklärt. Sie stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "Time for Prints" bzw. "Time for Pictures". Hierbei handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen Modellen und Fotograf:innen, was die Bezahlung und Verwertung von angefertigten Fotos angeht.
Bei einem TFP-Fotoshooting erhalten Models keine klassisches Gage. Modelle werden sozusagen mit den Resultaten ihrer Arbeit in Form von Fotoabzügen bzw. den Bilddateien bezahlt. In diesem Zusammenhang spricht man in der Branche auch von einer sogenannten "Dienstleistung auf Gegenseitigkeit".
Neben dem Begriff TFP existiert seit dem Einzug der Digitalfotografie auch die Bezeichnung TFCD. Dies wiederum steht dafür, dass Models ihre Abzüge digital auf einem USB-Stick oder einer CD erhalten. Nichtsdestotrotz ist der Begriff des TFP-Shootings noch immer der gebräuchlichere.

Welche Bedeutung haben TFP-Shootings?

Der Grundsatz der TFP-Fotografie ist einfach: Alle Beteiligten, angefangen von den Models über die TFP-Fotografen bis hin zu beteiligten Stylisten sollen etwas von der Aktion haben. Es entsteht also eine Win-win-Situation, ohne dass im ersten Schritt Geld fließt. Von großer Bedeutung ist die TFP-Fotografie daher für den Aufbau eines Portfolios.
Das gilt sowohl für die TFP-Fotografen, welche die entstandenen Fotos als Werbung für ihre Fotodienste verwenden können, als auch für Stylisten. Models können die TFP-Bilder ebenfalls verwenden, um das eigene Portfolio oder die Sedcard aufzustocken und so an Aufträge zu kommen. Aber auch im Rahmen der Ausbildung im Bereich der Fotografie oder im Zuge eines künstlerischen Studiums sind diese sogenannten "Gratis-Shootings" eine clevere Alternative.
Ebenso ist die TFP-Fotografie von Bedeutung, wenn es um die Umsetzung außergewöhnlicher künstlerischer Projektideen geht. So gehen alle Beteiligten kein Risiko ein, erhalten im Gegenzug jedoch die Früchte ihrer Arbeit.

Was kann ich mit einem TFP-Shooting verdienen?

Die Besonderheit des TFP-Shootings ist es, dass in erster Instanz kein Geld fließt. Alle Beteiligten erhalten die Nutzungsrechte, um für sich selbst mit den angefertigten Foto-Aufnahmen zu werben. Eine weitere "kommerzielle" Nutzung im Sinne eines Verkaufs gegen Geld für spezifische Projekte ist nicht vorgesehen.
Solche Klauseln, die eine weitere Verwertung in einem gewissen Rahmen für alle Parteien einräumen, sind jedoch in einem Modelrelease integrierbar. Weiterhin verbessern sich durch das mit TFP-Bildern aufgebaute Portfolio die Chancen für lukrative Aufträge von kommerziellen Auftraggebern. Indirekt kann der Verdienst also leicht mehrere hundert bis tausend Euro betragen.

Wie komme ich an ein TFP-Fotoshooting?

Ein Gratis-Shooting bzw. die Möglichkeit, das eigene Portfolio kostenfrei zu erweitern, ist eine attraktive Möglichkeit, um im Business so richtig durchzustarten. Der beste Anlaufpunkt, um eine solche TFP-Ausschreibung als Model nicht zu verpassen oder Models für das eigene Foto-Projekt zu finden, ist eine erfahrene Modelagentur wie starboxx oder eine Online Modelkartei. starboxx hat die Insights und führt Fotografen, Models und Verwerter zusammen.