Das Ganzkörperfoto - wie der Name schon sagt

Egal, bei welcher Modelagentur Du Dich bewirbst und ob Du dort als Model oder als Schauspieler:in registriert bist: Ein Ganzkörper-Foto gehört zu den Standard-Unterlagen für diese Jobs. Es zeigt Dinge, die durch die Angaben im Steckbrief verborgen bleiben und unterstützt die erfolgreiche Vermittlung auf ganz eigene Weise. Welche Anforderungen ein solches Foto erfüllen sollte und warum ein geübter Fotograf:in für das Fotoshooting unerlässlich ist, erfährst Du hier:

Sinn und Zweck eines Ganzkörper-Portraits

Was ein Ganzkörper-Portrait oder Ganzkörperfoto ist, erklärt sich aus der Bezeichnung. Es zeigt eine Person in voller Körperlänge von Kopf bis Fuß. Für gewöhnlich handelt es sich um eine Aufnahme, bei der das Model steht; doch auch aus Bewegungen heraus können aussagekräftige Ganzkörperfotos entstehen. Dabei kommt es weniger auf die Pose oder die Mimik an als vielmehr auf den Gesamteindruck.
Denn die Aufgabe eines solchen Bildes ist, Deine Statur und Deine Proportionen sichtbar zu machen; d.h. alles zu zeigen, was der Steckbrief nicht erkennen lässt. Die hier vermerkten Größen- und Gewichtsangaben sagen nämlich nicht alles über den Körperbau aus. Erst ein Ganzkörperfoto verrät mehr über Dein Äußeres, weil es markante Aspekte Deiner Figur ins Blickfeld rückt.
Worauf Interessent:innen beim Betrachten der Ganzkörper-Portrait-Aufnahmen achten, hängt vom Inhalt ihres Projektes ab. Oft sind es Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben - und die dem Model selbst vielleicht noch nie aufgefallen sind. Das wohl bekannteste Merkmal, das ein Ganzkörperfoto offenbaren könnte, ist der optische Mittelpunkt eines Menschen.
Vielleicht kennst du den Begriff des Sitzriesen, der Personen mit verhältnismäßig langem Rumpf bezeichnet. Das Gegenteil wäre ein Model mit hoch angesetzter Taille, bei dem die Beine extrem lang wirken. Beide scheitern an gewöhnlicher Konfektionsmode - bringen jedoch gute Voraussetzungen mit, um als Gast einer Talkshow oder als Strumpfhosen-Model zu posieren.
Darüber hinaus zeigt Dein Ganzkörperfoto, ob Du in eine Gruppe von Menschen hineinpasst. Sucht ein Film-, Fernseh- oder Werbe-Team Personen von annähernd gleicher Statur, müssen sie ebenfalls auf Proportionen achten - die nur durch die Sichtung von Ganzkörper-Aufnahmen erkennbar werden. Nicht zuletzt offenbart ein Blick auf dieses Foto auch Handicaps. Sie können für die Auswahl von großer Bedeutung sein; sind aber ein buchstäblich eigenes Kapitel unserer Beiträge.

Allgemeine Tipps für ein gelungenes Ganzkörperfoto

Damit die Aufnahme Deiner Person aussagekräftig genug ist, sollte sie bestimmte Anforderungen erfüllen:

- Die Abbildung fokussiert auf Dich - was bedeutet, dass Gruppenbilder nicht als Ganzkörperfotos taugen.
- Die Darstellung muss aktuell sein oder aktualisiert werden, wenn sich Deine Frisur, Deine Haarfarbe oder Deine Konfektionsgröße maßgeblich geändert haben.
- Die Aufnahme zeigt Dich in gewöhnlicher, aber eng anliegender Kleidung und mit allem, was zu Deiner Persönlichkeit gehört. Bist du Brillenträger:in, gehört die Sehhilfe mit aufs Foto.
- Die Inszenierung darf nichts kaschieren, verdecken oder verfremden. Mützen oder Hüte, ein weiter Mantel, ein bodenlanger Rock oder Masken und Sonnenbrillen haben auf Ganzkörperfotos nichts zu suchen!
- Es darf auch nichts ins Gegenteil kippen. Aufnahmen in Beachwear oder Lingerie sind eine gute Ergänzung für Dein Model- oder Webbook; auf einem Ganzkörperfoto jedoch fehl am Platz.

Technische Anforderungen an Dein Ganzkörperfoto

Auch handwerklich gibt es einiges zu beachten, wenn Du eine akzeptable Aufnahme abliefern möchtest:
- Das Foto darf kein Selfie sein. Bilder, auf denen Dein ausgestreckter Arm zu erkennen ist oder die Dich schräg von oben bzw. im Spiegel zeigen, wirken unprofessionell.
- Das Bild muss eine möglichst hohe Auflösung haben.
- Die Aufnahme muss Dich so natürlich und lebensnah zeigen wie möglich; d.h. sie darf nicht oder nur geringfügig nachbearbeitet worden sein.
- Inszeniere Dich vor einem möglichst neutralen Hintergrund und achte auf eine gute Beleuchtung der Szene, damit Du auf dem entstehenden Foto gut zu erkennen bist.
- Unter- und oberhalb von Fuß- und Scheitelpunkt sollte ein etwa gleich großer Abstand zum Bildrand bestehen.

Der beste Fotograf für Dein Ganzkörperfoto

Ob Du zur Umsetzung dessen vor einem Profi oder Amateur posierst, ist nahezu unerheblich. Es muss keine Helmut-Newton-Aufnahme sein, mit der Du dich bewirbst. Das Ganzkörperfoto soll lediglich einen Gesamteindruck vermitteln.
Dennoch sollte der/die Fotograf:in einen guten Blick für Details haben. Über- oder unterbelichtete Bilder mit Schlag- oder Gesichtsschatten lassen die wichtigste Aufnahme Deiner Bewerbung unvorteilhaft wirken. Auch die Farbe der Kleidung oder des Hintergrunds kann Einfluss auf die Darstellung haben.
In Zeiten von Digitalkameras sind mehrere (Probe-) Aufnahmen kein Problem, sodass sich der/die Fotograf:in und Du gut aufeinander einstellen könnt - um letztlich das perfekte Ganzkörper-Portrait zu erzielen.


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